Die Historie

Im Frühjahr 1978 fing alles an: Vier Männer und eine Frau gründeten die Bäckerei Brotgarten in der Seelingstraße in Berlin-Charlottenburg. Das Konzept war und ist die Herstellung von Brot und Backwaren aus Rohstoffen, die kontrolliert biologisch angebaut werden.

Vollkorn Backhaus Ladenansicht von der Straße

Dieses alternative Kollektiv, wo jeder alles machte und es keinen Chef gab, funktionierte knapp zwei Jahre. Daraus hervor gingen dann der Brotgarten Seelingstraße, der Brotgarten Kreuzberg und das BackHaus in der Nassauischen Straße in Wilmersdorf im April/Mai 1980. Die Übernahme einer seit 1905 bestehenden Stadtbäckerei in der Nassauischen Straße, in der gebacken und verkauft wurde, der Verkaufsraum war noch im Jugendstil erhalten, machte den Anfang der BackHaus-Läden. Im September 1985 wurde die erste Filiale am Rüdesheimer Platz eröffnet, weitere neun Filialen, viele Marktstände kamen im Laufe der Jahre hinzu. Eine Vielzahl von Biosupermärkten, Feinkostläden, Reformhäusern, Naturkostläden, Schulen, Kindergärten, Hotels, Cafés und Caterern wird mit Brot, Brötchen und Kuchen beliefert.

Schild "VEB Backwaren Nauen" im Blumenbeet

Auf dem Gelände des ehemaligen Backkombinat Nauen entstand die neue Produktionsstätte in Falkensee

1992 wurde in Falkensee eine neue und vor allem größere Produktionsstätte gefunden, das Backkombinat Nauen, Betriebsteil Falkensee. Kauf, Planung und Umbau dauerten knapp fünf Jahre. Im Mai 1997, mit dem Umzug nach Falkensee, begann ein neues Zeitalter für das BackHaus. Bessere Arbeitsbedingungen und viel Platz wirkten sich auch auf unsere Produkte aus, was eine größere Vielfalt sowie eine ausgereiftere Qualität hervorbrachten.

Seit Oktober 2001 ist das BackHaus Bioland Vertragsbäcker. Mit diesem Schritt ging auch die Umbenennung in BioBackHaus einher, was unser Grundkonzept noch einmal klar hervorheben sollte.

Den Potsdamer Laden in der Friedrich-Ebert-Straße 87 gibt es seit Januar 2004. Im September 2005 wurde die Filiale in der Nassauischen Straße nach Neugestaltung und Erweiterung zu einem Café wiedereröffnet.

Bäcker Hans Leib steht mit Bauer im Feld und testet den Weizen

Für beste Brotqualität unerläßlich: Vertrauen und ein enges Verhältnis von Bäcker zu Bauern

Seit Mai 2006 betreiben wir
»Shop-in-Shop« im Vitalia Reformhaus, Bahnhof Friedrichstraße, eine stark frequentierte Filiale.

Am 1. Dezember 2007 wurde die Marheineke-Markthalle nach einer grundlegenden Modernisierung wiedereröffnet. Das BioBackHaus ist nun auch in Kreuzberg für seine Kunden da.

Der wahrscheinlich älteste Berliner Bäckerladen ist gerettet. Vom Ende des 19. Jahrhunderts stammen die Einrichtungsteile, die der BioBackHaus-Filiale am Rüdesheimer Platz nach dem Umbau ihr besonderes Flair geben. Hans Leib begeistert sich nicht nur fürs Brot allein, sondern für die kulturellen Zeugnisse des Bäckerhandwerks überhaupt. Als nach der Schließung einer Moabiter Bäckerei die Ladeneinrichtung, über deren Tresen mehr als hundert Jahre lang Backwaren gereicht wurden, keine Verwendung mehr fand, war für ihn klar: so etwas ist genau das Richtige für das BioBackHaus. Jetzt hat sie, nach gründlicher und aufwändiger Restaurierung, in der Rüdesheimer Straße 8 eine neue Heimat gefunden. Hans Leib: »Als in Schmargendorf noch Roggen auf den Feldern wuchs, wurde in diesem Laden in Moabit schon Brot verkauft.« Am 30. August 2008 wurde die Filiale am Rüdesheimer Platz, mit frischem Pflaumenkuchen, wiedereröffnet.

Bäcker Hans Leib steht mit Bauer im Feld und testet den Weizen

Im Prenzlauer Berg gibt es das BioBackHaus seit September 2008, vis-a-vis vom Kino Colosseum.

2011 wurde die Potsdamer Filiale neu gestaltet, mit mehr Platz zum Sitzen. Zwei Backöfen sind den ganzen Tag in Betrieb, und die Kunden können zusehen, wie die Snacks zubereitet werden und frisch und duftend aus dem Ofen kommen.

Seit Mai 2012 schließlich lädt in der
Knesebeckstraße, Ecke Goethestraße ein neuer BioBackHaus-Laden mit großzügigem Café zum Verweilen ein.