Pressestimmen

Von Broten und Brillen

An den ersten Tagen der Grünen Woche herrschte bei den Ausstellern aus dem Havelland großer Andrang

HAVELLAND/BERLIN – Topinambur, was ist das denn? Die Kundin am Tresen des Falkenseer Biobackhauses schaut skeptisch. Von dieser Brotzutat hat sie noch nie etwas gehört. Klingt ein bisschen wie ein exotisches Reiseziel. Ob man das wirklich essen kann? Marcel Peters vom Biobackhaus schaltet sich ein. Es ist nicht das erste Mal, dass er die ungewöhnliche Zutat auf der Grünen Woche erklären muss. Topinambur, so verrät er, sei ein Knollengewächs aus Mittelamerika. Einst war es auch in Deutschland weit verbreitet, ehe es von der Kartoffel verdrängt wurde. Die Kundin nickt zufrieden. »Das klingt gut. Zweimal Topinambur-Brot, bitte.«

Ebenso wie das Falkenseer Biobackhaus konnten auch die anderen Produzenten aus dem Havelland mit der Nachfrage an den ersten drei Messetagen der Grünen Woche zufrieden sein. Am Wochenende ging es in der Brandenburghalle 21a zu Stoßzeiten nur noch im Schneckentempo voran. Dicht an dicht drängelten sich die Besucher. […]

 

MÄRKISCHE ALLGEMEINE, vom 23. Januar 2012