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Blumen, Sonnenschein und Lust auf süßen Kuchen

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Wustermark (MOZ) Am Freitag eröffnete das BioBackHaus eine weitere Verkaufsfiliale mit angeschlossenen Café. Nicht im Stadtgebiet, sondern im Güterverkehrszentrum (GVZ)Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) freut das - und zwar gleich aus mehreren Gründen. Bäcker sind an sich rar geworden, das ist auch in Wustermark spürbar. Für die etwa 4500 Arbeitnehmer im GVZ bietet das BioBackHaus eine abwechslungsreiche Pausenverpflegung. »Eine solche Verpflegungseinrichtung gehört einfach dazu.« Und ganz pragmatisch: »Die Gewerbesteuer ist die wichtigste Einnahmequelle der Gemeinde.« Diese hat mit der Eröffnung der Bäckerei einen neuen Zufluss bekommen.

Das BioBackHaus ist ein Traditionsunternehmen. Lange Zeit war es mit Filiale und Produktionsstätte in Falkensee heimisch. Die dortige Bäckerei erwies sich, was sicher als Beweis für den Erfolg gewertet werden darf, als zu klein. Neue Räume mussten her. Der Verkauf blieb, die Produktion zog um. Die in Wustermark leerstehenden Gebäude, welche vormals vom Havelbäcker genutzt worden waren, erwiesen sich als ideal für das BioBackHaus.

Hans-J. Leib Geschäftsführer und Überzeugungstäter in Sachen Bäckerhandwerk, strahlt mit der Sonne um die Wette. »Wir sind glücklich, dass wir hier so viel Platz haben.« Sein Blick wandert hinüber zum Verkaufstresen. Voll ist es da geworden, die Kunden stehen brav Schlange, keiner beschwert sich, alle wirken neugierig. Leib sieht sich das einen Moment lang an, erklärt dann: »Wir haben jetzt zehn Filialen. Aber wir sind noch lange nicht fertig.« Friedrich Liepe, ebenfalls Geschäftsführer und so wie Leib seinem Handwerk mit Haut und Haaren verfallen nickt zustimmend. »Das Bewusstsein der Kunden ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Bioprodukte sind keine Randerscheinung mehr.« »Der Biomarkt wächst,« fügt Leib hinzu: »jährlich um etwa 10%. Wir wollen im gleichen Tempo mitwachsen.«

Die Zutaten für die Brote, Kuchen & Co werden nicht nur in Bioqualität eingekauft, auch möglichst kurze Transportwege sind ihnen wichtig. Ihren Angestellten, so bestätigen Beide, bezahlen sie mehr als Branchenüblich.

Ihr Unternehmen hat eine lange Geschichte. Standorte und Namen wechselten, doch eins blieb immer gleich, erklärt Friedrich Liepe: »Ich liebe, was ich mache.« Silvia Passow

 

MOZ, 17.11.2017